Die 25 km von Berlin – Eine Geschichte über Muttertag, gute Freunde und den ältesten Straßenlauf Berlins.

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So ist das mit der Laufgruppe. Zum Abschied am Sonntagmittag, nachdem man 26 km gelaufen ist, hört man dann die Frage: „Nächsten Sonntag sehen wir uns doch bei den 25 km von Berlin, oder?“ Mist, das hatte ich vergessen. Oder verdrängt? Also gut. Schnell noch die Onlineanmeldung gemacht, und am Freitag davor die Startnummer abgeholt. Gewitter und Starkregen in der Stadt. Aber endlich Regen. Eigentlich hatte ich mir das Wochenende anders vorgestellt. Sonntag ist doch Muttertag.

Aber was soll es, die 25 km von Berlin, heute S (für Sparkasse) 25, nicht zu verwechseln mit einer S-Bahn-Linie, ist der älteste Berliner Straßenlauf. Und der Zieleinlauf findet durch das Marathon-Tor auf der blauen Bahn im Berliner Olympiastadion statt. Das ist doch auch was. Am morgen lacht die Sonne, und es soll nicht zu warm werden. Zum ersten Mal darf ich mein neues Wettkampf-T-Shirt von Kossmann mit dem Long Distance-Aufdruck tragen. Die Stimmung im Startbereich am Olympiastadion ist familiär und entspannt. Am Morgen ist es noch kühl, die ersten Sonnenstrahlen wärmen. Dann geht es los. Der Lauf ist viel kleiner als der Berliner Halbmarathon, entsprechend weniger Zuschauer sind an der Strecke. Und es wartet der gefürchtete Schlussanstieg. Außerdem sollte noch ein Freund aus der Laufgruppe warten, nach der Autobahn, auf der rechten Seite, mit einem Getränk, wie er sagt. Ich habe mächtig Druck gemacht, das käme genau richtig. Und da sehe ich ihn, mit Frau und Kind. Vor dem Haus des Rundfunks schere ich aus dem Pulk der 10 km-, Halbmarathon- und 25 km-Läufer aus, und erhalte mein Getränk. Das alles bekommt offensichtlich einer der Streckenfotografen mit, und hält die Übergabe im Bild fest.

Die größte Überraschung wartet dann im Ziel. Die Finisher-Medaille wird mir von einem ganz lieben Mitglied aus meiner Laufgruppe übergeben, inklusive Glückwunsch und Umarmung. Was will man mehr. Bei herrlichem Wetter nach Hause und den Tag ausklingen lassen. Das Training der letzten Wochen hat sich bezahlt gemacht. Gleiche Kilometerzeit trotz vier Kilometer mehr und einer anspruchsvolleren Strecke. Und die Beine sind auch nicht so müde.